Döchtbühlschule Bad Waldsee | Starke Schule. Starke Menschen.

Grund- und Werkrealschule im Bildungszentrum Bad Waldsee

Zahlreiche Eltern fanden vergangene Woche den Weg auf den Döchtbühl zum Döchtbühlforum für Bildung. Diese Veranstaltung richtete sich an alle Eltern in und um Bad Waldsee und als Referentin war Dr Sabine Kubesch eingeladen, die einen Vortrag zum Thema Selbstregulation und Selbststeuerung beim Lernen und im Leben hielt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Rektor Frank Wiest erläuterte Sabine Kubesch zunächst die Zusammenhänge des Themas: Selbstregulation und Sellbstkontrolle beinflussen die gesamte Schulzeit über die Lernleistung sowie die soziale und emotionale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Wer sich besser regulieren kann, ist zufriedener, nicht nur in der Schule. Doch warum fällt es Kindern und Jugendlichen schwerer, sich zu regulieren? Weil sie es noch nicht so gut gelernt haben. Um das lernen zu können brauchen sie im Laufe ihrer Entwicklung sehr viele Möglichkeiten, Selbstregulation zu üben und zwar auch in alltäglichen und emotionsreichen Situationen.

Im zweiten Teil gab Kubesch dann einige Tipps, wie und warum man als Erwachsener Kindern gegenüber auftreten kann, so dass diese in der Situation auch etwas lernen können. Eltern – so das Fazit – brauchen vor allem Geduld und Ausdauer. Klare Ansagen, Konsequenz, Regeln und Rituale helfen den Alltag sinnvoll zu strukturieren. Die Perspektive des Kindes zu kennen und seine Gefühle wertschätzend wahrzunehmen, ist ein weiterer wichtiger Baustein. Auch dass Kinder in eine Problemlösung einbezogen werden, es ruhige Phasen im Alltag gibt und Aufmerksamkeit generell gefördert wird, dass man Belohnungsaufschub übt und an einer Sache dran bleibt, ist für eine gesunde Entwicklung sinnvoll,

Kubesch betonte, dass Anstrengungsbereitschaft fast gleich bedeutend sei wie das Talent. „Es ist wichtig, dass man sich anstrengt, dass man sich durchbeißt und hinterher zufrieden sein kann mit dem Ergebnis.“

Für Eltern ist es laut Kubesch wichtig, bei der Erziehung klare Regeln und Grenzen aufzuzeigen. Das heißt dann, auch mal etwas auszuhalten und  konsequent zu bleiben, was oft nicht einfach ist. Sie empfiehlt daher einen autoritativen Erziehungsstil, der geprägt ist von Liebe und Empathie dem Kind gegenüber, aber auch von Verantwortungsübergabe, Aufgaben und den beschriebenen Regeln und Grenzen, die das Kind einhalten muss.

Hilfreiche Ideen für den Alltag rundeten den Vortrag ab.

Für Verpflegung hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9  gesorgt, so dass alle Besucher auch gut versorgt waren.

Ein sehr lohnender Abend, der hoffentlich dem ein oder anderen Elternteil gute Impulse für das Leben mit dem eigenen Kind gegeben hat.