Döchtbühlschule Bad Waldsee | Starke Schule. Starke Menschen.

Grund- und Werkrealschule im Bildungszentrum Bad Waldsee

Die Challenge – eine Herausforderung macht Schule

Werkrealschülerinnen und Werkrealschüler brauchen das „andere Lernen“. Deshalb ist ein wesentliches Merkmal der Werkrealschule auf dem Döchtbühl, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken. Dazu bietet die Schule den Schülerinnen und Schülern mit der „Schulversammlung“ und mit der „Döchtbühl Challenge“ Lerngelegenheiten, die es ihnen ermöglichen Schlüsselqualifikationen, die für die spätere berufliche Ausbildung von großer Bedeutung sind, wie z.B. Zuverlässigkeit, Lern- und Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit, durch das praktische Tun zu trainieren.

Ein wichtiger Baustein, um diese Ziele auch praktisch umsetzen zu können, ist die Schulversammlung. Sie findet in regelmäßigen Abständen in der Mensa in der sogenannten Parlamentsbestuhlung statt. Die Bestuhlung soll den Schülerinnen und Schülern dabei schon signalisieren: Wir sind die Werkrealschule! Wir haben eine Verantwortung für unsere Schule und können im demokratischen, konstruktiven und wertschätzenden Diskurs bestimmte Dinge mitbestimmen und entscheiden. Ein hoher Anspruch, an den die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt herangeführt werden. In der Schulversammlung kommen die Klassen in Kontakt, schaffen ein Gemeinschaftsgefühl und erleben die Werkrealschule als große Schulgemeinschaft. Der Ablauf der Schulversammlung ist dabei ritualisiert. Jede Klasse hat zwei Sprecher, die sich mit der Klassenlehrkraft im Klassenrat vor der Schulversammlung mit der Klasse beraten und die wichtigsten Punkte sammeln, die dann an der Schulversammlung vorgetragen werden. Es wird über Angelegenheiten gesprochen, die gut, aber auch solche, die für die Schule, das Schulklima und für die Gemeinschaft als störend wahrgenommen werden. Je nach Situation und aktuellem Anlass werden in der Schulversammlung auch Urkunden verliehen, Präsentationen vorgestellt oder andere Dinge, die die besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung der Schulgemeinschaft verdienen, gezeigt.

Ein weiterer Baustein ist die sogenannte Döchtbühl Challenge. Die Idee der Döchtbühl Challenge ist es, einmal jährlich im Klassenverband eine selbst gestellte herausfordernde Aufgabe zu bestehen, die es im Team zu bewältigen gilt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit ihren Stärken und Schwächen kennenlernen, persönliche Grenzen erweitern, Teamfähigkeit, Ausdauer, Durchhaltevermögen, sich zurücknehmen, Selbstdisziplin und vieles mehr ausbilden.

Um das zu erreichen, darf die Herausforderung nicht zu leicht sein – das gibt keinen Selbstwert! -, aber auch nicht zu schwer. Man muss sie – mit Mühe! – schaffen können. Das macht stark! Die Herausforderung muss zur Klasse passen und kann demzufolge aus vielen Bereichen kommen: Sport, Erlebnispädagogik, Kunst, Umwelt, Musik, sozialer oder kultureller Bereich. Die Döchtbühl Challenge wird im wöchentlichen Klassenrat geplant und vorbereitet.

Die Durchführung erfolgte dieses Jahr wieder in der Woche vor den Herbstferien und zahlreiche verschiedene Aufgaben standen dabei an:

Die Klasse 5 versuchte sich im Foyer des Hauptgebäudes im „Turmbau“ aus Zeitungen und wollte bis in den ersten Stock kommen. Es wurden am Ende der Woche 4,25 m. Challenge geschafft! Die Klasse 6a nahm sich vor, durch eine „gute Tat“ (Pfandflaschen sammeln) das „Kin-derhospiz St. Nikolaus“ in Bad Grönenbach zu unterstützen und in die örtliche Presse zu kommen. Die Klasse 6b hat Kuchen verkauft, den Erlös an das Tierheim in Berg gespendet und selbiges besucht. Die Klasse 7a hat sich der Herausforderung gestellt „Luftlinie“ - ohne Rück-sicht auf Hindernisse - durch Bad Waldsee zu gehen. Dabei mussten sie sich auch an einer steilen Stelle abseilen und den örtlichen Polizeiposten durchqueren. Die 7b hat in der Challenge-Woche ihr Klassenzimmer herausgeputzt und die Achter haben sich bei einem erlebnispädagogischen Ausflug in die Dobelmühle bei Aulendorf den Herausforderungen „Giant-Swing“ (Riesenschau-kel, auf ca. 10 m Höhe) und „Himmelsleiter“ gestellt und dabei eigene Grenzen überwunden, Vertrauen in die Mitschüler aufgebaut und Kooperations- und Problemlösefähigkeit bewiesen. Die Klasse 9 hatte sich zum Ziel gesetzt 100 € - 150 € für die Abschlussfahrt zu sammeln. Über einen Verkauf auf dem Wochenmarkt und in der Schule wurde dieses Ziel erreicht. Die Zehner wollten ganz hoch hinaus und sind dazu in die Kletterhalle gegangen. Jeder Schüler und auch der Klassenlehrer musste – gut gesichert – eine individuelle Höhe erreichen. Zum Teil bis unters Dach der Halle! Auch diese Herausforderung wurde von der Klasse geschafft.

Ihren Abschluss fand die „Döchtbühl Challenge“ in der ersten Werkrealschulversammlung in diesem Schuljahr, die in der Mensa stattfand. Hier stellten die Klassen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ihre Challenge vor und genossen voller Stolz den Applaus der ganzen Werkrealschulgemeinschaft.