Döchtbühlschule Bad Waldsee | Starke Schule. Starke Menschen.

Grund- und Werkrealschule im Bildungszentrum Bad Waldsee

Die Kinder der Klasse 2c hatten ihre Großeltern eingeladen, damit diese von ihrer Kindheit und Schulzeit erzählen. Das war für alle sehr interessant.

Die Großeleltern hatten eine Menge zu erzählen und berichteten von ihrer Schulzeit:Bad Waldsee sah früher ganz anders aus. Auf dem Döchtbühlbuckel gab es keine einzige Schule. Das Schulleben spielte sich neben der Kirche in der Land- und Stadtschule ab. Es gab zwar ein Gymnasium, aber das kostete Geld, deshalb durften viele Kinder nicht hin. Und es gab sogar in ganz kleinen Dörfern wie Möllenbronn eine Schule. Die Lehrer waren sehr streng und schlugen die Schüler sogar manchmal. Die Klassen waren sehr groß. Die Mädchen hatten in der Schule eine Schürze an. Und man hatte wenig Papier, deshalb schrieb man auf kleine Schultafeln mit einem Griffel, und löschte es anschließend wieder mit dem Schwamm. In die Schule ging man zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Schulbusse gab es nicht. Es gab in Waldsee noch viele Bauernhöfe und Wiesen, wo jetzt Baugebiete entstanden sind. Zeit zum Spielen hatten die Kinder wenig, weil sie viel daheim mithelfen mussten. Man hatte wenig Spielsachen und manche erlebten sogar noch Krieg, Hunger und Flüchtlinge. Man hat auch nicht viele Lebensmittel eingekauft, sondern viel im Garten angebaut, oder man hielt sich Tiere zum Metzgen. Das machte der Hausmetzger.

Insgesamt fanden die Großeltern ihre Kindheit beschwerlicher und entbehrungsreicher als die ihrer Enkel. Im Gegenzug finden sie sich dafür belastbarer.

Vielen Dank an die Großeltern, dass sie sich Zeit genommen haben uns zu besuchen und uns so aufschlussreich aus ihrem Leben erzählt haben. Das ist immer viel spannender, als solche Geschichten in einem Buch nachzulesen.